How can emptiness be so heavy?

fraeulein 

Ich bin so unkonzentriert und hibbelig, das gibt es gar nicht. Eigentlich habe ich unendlich viel zu tun, für die Uni und so weiter, aber ich war heute erst einmal im DM, um mich mit lauter Reisegrößen was Shampoo und Duschgel und Deo und so betrifft einzudecken, ich fahre nächste Woche auf Studienfahrt und da braucht man solchen Blödsinn ja. Ansonsten habe ich heute nur gegammelt und gegessen und nichts sinnvolles getan, wie immer also und vermutlich wird es auch dabei bleiben. Ich werde noch meinen iPod mit frischer Musik bespielen und eventuell ein, zwei Fälle für die Uni lesen, damit ich wenigstens ein bisschen etwas gemacht habe, aber ansonsten gammel ich einfach weiter, hüpfe zwischen Schreibtisch, Bett und Kühlschrank hin und her und lasse The Drums nebenher auf dem Plattenspieler laufen.

Someone asked me to post a selfie and here we go. I made those pictures a few days ago and I actually really like them a lot. I think my eyebrows are really stunning on them.

Ich weiß auch nicht, was mich dazu veranlasst hat, jedenfalls habe ich mich gerade durch meine gesamten mit ‘persönliches’ getaggten Dinge gescrollt, denn ob ihr’s glaubt oder nicht, früher habe ich hier nahezu täglich meine Gedanken abgeladen, jedenfalls habe ich mich gerade durch die Posts gescrollt, die ich damals, vor zwei Jahren geschrieben habe und es hat mich ziemlich traurig und deprimiert zurückgelassen. Ich habe mich auch gefragt, warum ich mit diesen Textposts ausfgehört habe, aber ich glaube, es lag daran, dass die Uni begonnen hat und alles so viel Zeit gefressen hat und ich so dami beschäftigt war, mich irgendwie anzupassen. Ich fühle mich diesen Sommer irgendwie so rastlos und melancholisch wie in dem vor zwei Jahren und vieles, was ich zu dieser Zeit geschrieben habe, trifft heute noch zu und das schockiert mich schon etwas, weil ich dachte, mir würde es irgendwie besser gehen.

Mein Kopf ist voll mit poilzeirechtlicher Maßnahmen, strafrechtlicher Definitionen und anderem juristischem Quatsch und manchmal glaube ich, dass Studium überfordert mich etwas zu sehr. Ich setze mich jeden Tag hin, um Dinge nachzuarbeiten, vorzuarbeiten, zu verstehen und nachzuvollziehen und dennoch gelingt es mir nicht, alles zu schaffen - der Berg ist so hoch und es tun sich ständig neue Probleme auf und es ist einfach kein Ende in Sicht und ich weiß wirklich nicht, wie ich es dieses Semester schaffen soll, die Prüfungen zu überleben ohne einen Nervenzusammenbruch zu haben. Es sind noch zwei Monate Zeit und mir schnürt sich bereits jetzt die Kehle zu, wenn ich daran denke, wie ich in zwei Monaten noch alles schaffen soll.

Oh, wow, ich möchte mich so herzlich bedanken für 1000 Follower auf meinem kleinen feinen TumblrBlog. Ich weiß noch, dass es hier anfangs, und zwar vor nun schon über zwei Jahren, ganz anders zuging - viel persönlicher zumindest - und ich hoffe, dass ich irgendwann wieder diesem Rhythmus verfalle und es schaffe, meine Gedanken ausreichend zu sortieren und hier niederzuschreiben, denn das fehlt mir sehr. Mein Tumblr wurde in einer für mich ziemlich schweren Zeit geboren und ich bin froh, wenn ich heute sagen kann, dass sich die Zeiten manchmal zwar immer noch schwer anfühlen und ich mich am liebsten einfach nur vergraben möchte, ich aber viel aus diesem krassen Tief gelernt habe, mich wieder einigermaßen aufgerichtet habe und froh bin, dass der Blog hier mich auch in den guten Zeiten begleitete und hoffentlich auch zukünftig noch begleiten wird. Danke, dass ihr da seid.

Heute ist eigentlich überhaupt kein besonderer Tag, aber irgendwie freue ich mich trotzdem auf heute und was der Tag mit sich bringt und dabei höre ich in Dauerschleife “To Be Young” von I Heart Sharks und “I Never Learn” von Lykke Li und “Riptide” von Vance Joy und ich glaube, so gute Laune hatte ich schon lange nicht mehr.

Ich hatte eigentlich gesagt, ich würde wieder mehr schreiben wollen hier, deswegen tue ich das jetzt. Mein Tag heute war irgendwie eigenartig, ich habe das Gefühl, die Zeit vergeht im Moment viel schneller als normalerweise und das ist schon komisch, da ich sonst zu Beginn eines neuen Semesters immer das gegenteilige Gefühl habe. Jetzt bin ich aber schon in der dritten Vorlesungswoche und obwohl ich dieses Semester viel organisierter und sogar auch motivierter an den ganzen Juraquatsch herangehe, habe ich trotzdem das Gefühl, nicht voranzukommen und schon wieder langsam aber sicher den Faden zu verlieren.

Den Faden habe ich auch in ganz anderen Angelegenheiten verloren, meiner Ernährung und Sportlichkeit beispielsweise, denn eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, endlich einmal fitter zu werden und die ersten zwei Monate des Jahres klappte das auch ganz gut. Die letzten Wochen habe ich mich aber doch eher gehen und von Faulheit und Süßigkeit verführen lassen, deswegen überlege ich mir gleich noch einen Ernährungs- und Sportplan, um wieder etwas Routine und Überblick zu gewinnen und um endlich die Straffheit zu erlangen, die ich mir so unbedingt wünsche.

Am Montag beginnt das vierte (!) Semester und ich bin absolut nicht bereit dafür. Ich komme mir so vor, als würde ich noch ganz zu Anfang meines Studiums stecken und nicht so, als wäre ich bereits mittendrin. Mein Kopf tut schon wieder seit Tagen weh und ich fühle mich irgendwie nicht wohl, ich glaube, die Frühjahrsmüdigkeit hat mich geschnappt, am liebsten würde ich den ganzen Tag nur im Bett verweilen und lesen. Die Semesterferien waren zu kurz und irgendwie furchtbar - ich kann mich nicht daran erinnern, etwas anderes gemacht zu haben als an meiner Hausarbeit zu schreiben oder arbeiten zu gehen und ich bereue es, dass ich meine Zeit so derartig verschluder. Mein Zeitmanagement ist durchaus verbesserungswürdig und ich sollte unbedingt daran arbeiten, denn es ist so so wenig Zeit, die wir haben und ich schaffe es trotzdem, sie mit den sinnlosesten Dingen zu verplempern, das nervt mich. Ich habe Lust, einen Brief zu schreiben, handgeschrieben, aber ich weiß nicht an wen und ich weiß auch nicht was, denn wenn ich ehrlich bin, gibt es nichts in meinem Leben, was irgendwie wert wäre, erzählt zu werden…

Einige meinten, sie würden gerne wieder mein Geschreibsel lesen, deswegen versuche ich jetzt, wieder öfter etwas über mich zu erzählen, diesem Blog hier wieder etwas Persönlichkeit einzuhauchen, irgendwie. Was mich das vergangene Jahr davon abhielt, hier in irgendeiner Form etwas zu schreiben, war überwiegend, dass mein Leben vor Langweiligkeit nahezu erstickt. Es geschieht kaum etwas nennenswertes und ich lebe von Tag zu Tag - erledige Unikram, esse, gehe zum Sport, gehe arbeiten, unternehme etwas mit den wenigen Freunden, die mir noch verblieben sind, lese, schaue Serien oder hänge einfach nur sinnlos vor meinem Laptop und hüpfe von Tab zu Tab, in der Hoffnung, irgendetwas weltbewegendes zu lesen oder zu sehen. Mehr passiert nicht - eher weniger - und ich bezweifel so sehr, dass sich irgendjemand dafür interessiert, wie bedeutungslos ich meine Tage verbringe. Nichtsdestotrotz - vielleicht tut es mir ja sogar gut, wieder zu schreiben. Ich habe auch wieder damit begonnen, Tagebuch zu schreiben, etwas, das ich seit Jahren nicht mehr gemacht habe (es sei denn, es ging mir wirklich übel). An manchen Tagen habe ich mittlerweile sogar das Gefühl, mein Leben im Griff zu haben. An anderen Tagen wiederum weniger. Ich weiß nicht wirklich, was ich schreiben soll und ich habe bereits jetzt das Gefühl, das Schreiben verlernt zu haben - das kommt wohl davon, wenn man immer nur im sachlichen Juristen-Jargon schreibt - aber ich bemühe mich wirklich, wieder öfter etwas zu schreiben, über mich, mein Leben, was mich bewegt. So langweilig und belanglos es auch sein mag, es tut gut, Dinge niederzuschreiben und sie auf Papier/in ein Dokument zu bringen.

I like storms. They let me know that even the sky screams sometimes.

Ich möchte intelligent sein, von Tag für Tag etwas dazulernen, klüger werden, zahlreiche Erfahrungen und Erlebnisse in mein Tagebuch kritzeln, ausgefüllte Tage haben, gleichzeitig will ich 24 Stunden am Tag in meinem Bett liegen, schlafen, im Internet herumhängen oder lesen, einfach das Nichtstun auskosten. Ich möchte gesund essen, viel und vor allem ausgewogen kochen, mir Zeit, Geld und Geduld für alle möglichen Rezepte nehmen, Smoothies trinken und Nudeln selbstmachen, gleichzeitig will ich dreimal am Tag eine Tiefkühlpizza in den Ofen schieben oder den Lieferservice belagern, möchte eine ganze Tüte Chips auf einmal essen und danach am besten noch sämtliche Schokoriegel und Kekse in mich hineinstopfen. Ich möchte aktiv sein, Sport treiben, körperlich an meine Grenzen gehen, Höchstleistungen in allen Lebensbereichen von mir fodern, die Glücksgefühle nach einem Lauf in mich aufsaugen, gleichzeitig will ich mich kein Stück vom Fleck rühren, möchte nicht einmal meinen linken Arm anheben, um die Wasserflasche neben mir hochzuheben, jeder Schritt ist schon zu viel und im Liegen lebt es sich sowieso am besten. Ich möchte feiern gehen, die Nächte um mich schlagen, Unmengen an Alkohol trinken und zu Unmengen an schlechten Liedern tanzen, mitgrölen, auf Konzerte gehen, offener für alles sein, gleichzeitig will ich nichts lieber, als mit einem Buch und einer Tafel Schokolade in eine vollgelaufene Badewanne zu verschwinden und erst nach Stunden wieder aufzutauchen, bloß keinen Kontakt zur Außenwelt und allem, was irgendwie auch nur annähernd dazugehört. Ich möchte neue Leute kennenlernen, die wenigen Freundschaften, die ich habe, besser pflegen, lockerer sein, witziger sein, einfühlsamer sein, gleichzeitig will ich mich in mein Schneckenhaus zurückziehen und nie wieder hervorkriechen, mag ganz für mich alleine bleiben und mit niemandem reden müssen. Ich will das Leben auskosten, in vollen wie auch in leeren Zügen, möchte erleben und erfahren und lernen, aber es ist so schwer, so schwer, aus dem Muster und dem Trott herauszukommen, welches man in den letzten Jahren wie einen schützenden Kokon um sich gelegt hat, einem Kokon, der zwar warm hält und gemütlich ist, in dem es aber auch eng und einsam ist, weil niemand dazustoßen kann, weil man eine Hülle um sich herum aufgebaut hat, um auch ja niemandem zu zeigen, wie schutzbedürftig, allein und wehmütig man selbst doch ist, eine Schutzmauer, die zwar vielleicht schützt, aber gleichzeitig auch so unglaublich bewegungsunfähig macht, man kann sich vielleicht noch einmal im Kreis drehen und um sich schauen, aber man kann keinen Schritt vor oder zurück setzen, weil einfach viel zu wenig Platz für all das ist, weil man sich selber eingeschränkt hat, indem man diesen Kokon gestrickt hat und die Augen sind zwar freigelegt und man sieht alles um sich herum, man sieht, dass das Leben der anderen zwar auch nicht immer perfekt ist, aber scheinbar jeder mit Rückschlägen, Trauer und Einsamkeit besser umgehen kann, als man selbst, man sieht, wie gut das Leben doch sein kann, wieviele wunderbare Dinge es zu erleben gibt, wieviele Abenteuer tagtäglich auf einem warten können und dann sieht man an sich selbst hinunter, und alles was sichtbar ist, ist ein unförmiger Haufen an Selbstzweifeln, Melancholie und Unzufriedenheit und man möchte eine Schere nehmen, um diesen lästigen Kokon aufzuschneiden, aber die Hände sind verbunden und ohnehin wäre es nicht möglich, weil dieser Kokon so fest und engmaschig gestrickt ist, dass es Wochen, wenn nicht sogar Monate oder Jahre dauern würde, um ihn gänzlich abzustreifen und so seufzt man nur bekümmert und nimmt einfach hin, dass man sich sein Leben selbst unnötig schwer (ge)macht (hat), dass man wegen eigenen Unzulänglichkeiten wertvolle Dinge wie Freundschaft und auch Lebenszeit vergeudet hat und dass man es womöglich nie mehr wirklich schafft, das Leben so zu genießen, wie man es gefälligst zu genießen hat.

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Januar 4th
Vielleicht sollte ich hier auf Tumblr wieder öfter meine Gedanken, seien es auch nur die simpelsten Äußerungen, und eigene Fotografien, seien sie auch nur in schlechtester Smartphonekameraqualität, hinterlassen.
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August 2nd
"You look at me 
with disappointment in your eyes 
but i warned you 
from the start 
i really am not 
good enough”
f.a.
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Februar 25th
Meine To-Do-Liste für die nächsten zwei Wochen. 

Mein etwas anderer Jahresrückblick.

me: "should i make a sarcastic comment or not"